Allein, aber nicht einsam.

Allein, aber nicht einsam.

Für viele ist „Allein sein“ ein abstrakter Begriff.
Eine Situation, die nach Möglichkeit umgangen wird.
Und sollte sie doch mal eintreten, gibt es ja noch diverse Unterhaltungsmöglichkeiten.
Aber brauchen wir die wirklich?

Überlege dir: Wann hast du das letzte Mal wirklich nichts getan oder gedacht?
Einfach alle Gedanken an dir vorbeiziehen lassen, tief eingeatmet und einfach nur existiert.

Ich glaube viele Menschen können oder wollen das in der heutigen Zeit nicht mehr.
Schaut man sich um, sieht man nur noch die Blicke aufs Handy,
die 5-Minuten-Zigarette für zwischendurch oder Kopfhörer in den Ohren, die lästige Wartezeiten auf Bus und Bahn verkürzen sollen.
Inzwischen auch schon ohne Kabel, zwecks Selbstoptimierung an allen Fronten.

Haben wir verlernt auch mal mit unseren Gedanken alleine zu sein?
Sie nicht zu betäuben?
Kein Fernsehen zu schauen und einfach mal alleine Zuhause zu sitzen?
Ist denn Sensationslust und Ablenkungsverhalten mittlerweile schon automatisiert,
ja sogar fester Bestandteil des alltäglichen Laufes im Hamsterrad?

Für mich nicht.
Ich genieße es allein zu sein. Allein, aber nicht einsam.
In den frühen Morgenstunden, auf den Straßen oder im Zug.
Herrliche Stille.
Inside and outside.

So wie es früher war und es immer noch sein kann.

Im Kopf ist es sowieso manchmal laut genug.
Warum nicht da mal hinhören?

 


Mit diesen Gedanken gehe ich nun in den wohlverdienten Feiertag.
Und entschuldigt bitte, wenn ich momentan nur wenig von mir hören lasse.
Ich genieße das Leben abseits der Displays, die Zeit mit wichtigen Menschen und mit mir selbst. Die stillen Momente in dieser hektischen Welt und einfach das Abschalten.
Dass der Blog, als freiwillige Beschäftigung, da manchmal zu viel wird, ist auch okay.

Manchmal benötigt man Abstand und etwas Draufsicht, damit es bald wieder mehr Spaß machen kann. Denn das wird es, da bin ich mir sicher.

Bis bald, ihr Lieben. 🙂

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9 Kommentare zu „Allein, aber nicht einsam.

  1. Ich bin momentan auch ein totaler Fan davon, einfach mal abzuschalten. Dabei habe ich das Lesen total für mich entdeckt, und das hilft mir wirklich mich von Stress, sowohl beruflich als auch in der Freizeit zu distanzieren.
    Ich finde du hast das wirklich schön in deinem Beitrag verpackt und jeder sollte sich darüber Gedanken machen.
    Viele Grüße an dich
    Laura

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Laura,
      ich danke dir ganz herzlich für deinen Kommentar!! ❤
      Für mich ist Lesen auch eine ganz wunderbare Möglichkeit mal komplett abzuschalten und in eine andere Welt zu schlüpfen. 😊😊
      Ich wünsche dir ganz viel Spaß dabei!

      Liebe Grüße
      Katrin

      Gefällt 1 Person

  2. Wahre Worte!
    Ich weiß noch, als ich mich regelrecht „gefürchtet“ habe, wenn ich mal allein sein sollte. Ich habe mir meine Woche so voll wie möglich gepackt, bin gar nicht mehr zur Ruhe gekommen. Ich dachte immer, dass ich mich dann einsam fühlen würde und wollte dieses Gefühl nicht aushalten.

    Doch mittlerweile genieße ich es. Ich kapsel mich immer wieder bewusst von anderen ab, um zu mir selbst zu kommen, zu entspannen, durchzuatmen. Etwas zu tun, das ich mag. Und ich habe mich davon gelöst, dem Anspruch gerecht zu werden, dass ich immer „sozial aktiv“ sein muss (etwas, das ich mir irgendwann selbst eingeredet habe, weil es so wichtig gewesen ist, irgendwie dazuzugehören).

    Jetzt bin ich sehr gerne allein. Allein, aber nicht einsam 🙂

    Liebe Grüße
    Janne von LYREBIRD

    Gefällt 1 Person

    1. Das klingt aber gar nicht gut! Umso schöner, dass du deine Zeit alleine jetzt zu schätzen weißt und dich nicht mehr durch soziale Erwartungen selbst sabotierst. Ich glaube, dass man nur dann richtig wach und konzentriert arbeiten/ sich mit anderen beschäftigen kann, wenn man auch mal zur Ruhe kommt. Also win-win für alle.😊

      Liebe Grüße
      Katrin

      Gefällt 1 Person

  3. Sehr gut geschrieben 🙌
    Wahre Worte. Es ist nicht (mehr) leicht für die meisten, mal allein zu sein. Vielleicht ertragen sie es nicht, mal in sich hinein zu hören 😉

    … und ich lese es, wobei ich am Smartphone sitze 🙄😂😂

    Dir alles Liebe und Gute!
    Andreas

    Gefällt 1 Person

    1. Ach, danke dir! 🙂

      So bleibt der Kontakt ja doch auch trotz meiner Social Media „Abstinenz“, falls man es denn so nennen mag, noch erhalten.
      Wahrscheinlich ist es leider so.. Ist ja auch anstrengend sich selbst zuzuhören. Mache ich dafür in letzter Zeit umso mehr. 🙂
      Da muss man sich wohl entscheiden was einem wichtiger ist.

      (Und ja, am Smartphone sitze ich trotzdem noch zu lang, aber es wird besser)

      Ich wünsche dir auch einen tollen Abend und alles Liebe! 🙂
      Katrin

      Gefällt mir

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